Sensitivität – auf welche Annahme kommt es an?
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Autor: Dmitry Dugarev
Jede Zahl in einem Funnel-Modell ist eine Schätzung, bei der Du Dir mal mehr, mal weniger sicher bist: eine Conversion-Rate, ein Preis, ein Klickpreis. Nicht jede Schätzung ist gleich wichtig. Manche Eingabewerte kannst Du um 20 % ändern, und am Ergebnis tut sich kaum etwas. Änderst Du andere um dieselben 20 %, gerät das ganze Modell ins Wanken.
FunnelCAD verändert nacheinander jeden Eingabewert um −20 % und um +20 % und berechnet jedes Mal den erwarteten Gewinn im Monat. Und zwar exakt: Es ist dieselbe Zahl, die Du siehst, wenn Du den geänderten Wert selbst ins Feld eintippst. Anschließend ordnet FunnelCAD die Eingabewerte danach, wie stark sie den erwarteten Gewinn bewegen. So sieht das für einen Beispiel-Funnel mit Upsell aus: Du steckst 1.100 € im Monat in Google Ads, ein Klick kostet 2,50 €. 5 % der Klicks führen zu einem kostenlosen Check, 5 % davon kaufen ein Audit für 900 €, und 30 % der Audit-Kunden buchen zusätzlich eine Behebung für 4.000 €. Ohne Zahlungsgebühren liegt der erwartete Gewinn bei +1.210 € im Monat.
| Eingabewert | Bei −20 % | Bei +20 % |
|---|---|---|
| Klickpreis (2,50 €) | +578 € | −385 € |
| Klicks → kostenloser Check (5 %) | −462 € | +462 € |
| Kostenloser Check → Audit (5 %) | −462 € | +462 € |
| Preis der Behebung (4.000 €) | −264 € | +264 € |
| Audit → Behebung (30 %) | −264 € | +264 € |
| Werbebudget (1.100 €) | −242 € | +242 € |
| Audit-Preis (900 €) | −198 € | +198 € |
Beim Klickpreis wirkt die Änderung nicht in beide Richtungen gleich: Sind die Klicks 20 % billiger, bekommst Du für dasselbe Budget ein Viertel mehr davon. Sind sie 20 % teurer, bekommst Du ein Sechstel weniger.
Der Beispiel-Funnel auf der Startseite hat nur ein Angebot. Dort bewegen beide Quoten und der Preis den Gewinn deshalb jeweils um dieselben 440 € – in beide Richtungen. Spannend wird die Rangfolge erst, wenn ein Funnel mehr als ein Angebot hat.
Der Eingabewert ganz oben ist die Annahme, die Du zuerst testen solltest. Hier kostet eine falsche Schätzung am meisten – und hier zahlt sich eine kleine Verbesserung der echten Zahl am stärksten aus.
Die Frage „Bei welcher Zahl bin ich mir am wenigsten sicher?“ zielt auf etwas anderes. Eine Annahme, bei der Du Dir sehr unsicher bist, die das Ergebnis aber kaum bewegt, kann vorerst warten. Die Sensitivitätsanalyse zeigt Dir, wo Unsicherheit Dich wirklich Geld kostet.
Stunden stehen nicht in der Liste: Sie belasten Deine Woche, nicht Deinen Gewinn – siehe Kapazität. Auch Gewinnziel, Kapazität und Testdauer fehlen, denn sie ändern am Gewinn nichts.
Wähl eine Scorecard aus, um die Liste zu sehen: Das Eigenschaftenblatt zeigt sie unter Was den Gewinn bewegt. Klick auf eine Zeile, um direkt zu diesem Eingabewert zu springen.